Mittlerweile war es fast ein Januar-Ritual, hier jeweils eine neue Seite mit dem Namen AKTUELL anzulegen. Vielleicht war es das letzte Mal... Wie auch immer, wartete ich gespannt auf fällige News, diesmal vom Betreibungsamt Olten; und auf überfällige aus Bern. Vielleicht fasste sich ja dort jemand ein Herz und liess mich nicht im aktuellen Schneegestöber stehen.
Schliesslich musste da oder dort etwas laufen, von Amtes wegen, irgend etwas; früher oder später musste von da oder dort etwas Amtliches ankommen.
Eingeschriebene Sendung in der Pipeline, und den Pöstler prompt verpasst... Kein Weltuntergang, aber ein klein wenig ärgerlich schon, dass am Vortag das Postfahrzeug vor der Nase meiner gestikulierenden Ehegemahlin weggebraust war. Wenigstens war der Inhalt kein richtiger Schock, denn telefonisch informiert, hatte ich bereits vom Rechtsvorschlag Kenntnis.
Seit Tagen lag der Ball bei mir. Doch vor dem nächsten, weil wohl wieder wenig aussichtsreichen Rechtsschritt, wollte ich das Gespräch suchen. Der freundliche junge Mann (Herr H.) von der Syna-Hotline hörte sich mein Anliegen an und wusste gleich, an wen ich mich am besten wenden sollte. Diese Person sei heute nicht erreichbar. Mein Anliegen würde aber weitergeleitet, und ich würde zurückgerufen so bald wie möglich. Und ja, darauf sei Verlass.
Besser etwas später als gar nicht. Das Telefongespräch mit Herrn Tscherrig entschädigte für das Warten. Er sähe eigentlich nicht, dass die Kasse in der Schuld sei, meinte er zu Beginn. Unsauberes Vorgehen sei nicht ersichtlich. Fast mit Entrüstung wies Herr X. rechtswidrige Handlungen weit von der Kasse. Aber wenn wirklich Beweise vorlägen, dann könne ich diese der Syna vorlegen. Versprechen könne er jedoch nichts.
Fortsetzung folgt.
